1 August 2009

Long time no see. Ja, ich bin vom Schlag derer, die auf solche Trivialitäten hinweisen. Is doch albern so zu tun als wäre nichts gewesen, nachdem ich mich einen Monat nicht gemeldet habe.

Um die Begründung kurz zu machen: Ich bin ausgezogen. Vor wenigen Monaten dachte ich bis Mitte August zu wissen, in welche Stadt ich ziehen werde. Heute weiß ich’s besser. Deswegen liegt der Haufen sorgfältig ausgewählter Wertlosigkeiten, die ich mein Eigentum nenne, in Kisten sind verstaut in Schränken stehen im Keller eines ehemaligen Nachbarn. Mein Bett habe ich gegen die Wohnzimmercouchen der Nationen eingetauscht und meine Miete gegen Spritgeld.

erst ausräumen, dann streichen, dann einräumen, dann leerräumen, dann putzen

Wer mich schon immer mal kennen lernen wollte, bekommt dadurch JETZT die Möglichkeit mir seine Wohnzimmercouch zum drauf schlafen anzubieten. Ich werde mich durch die Zubereitung warmer Mahlzeiten für alle Bewohner, eine gute Geschichte und ein paar Hand voll Kästen Bier/Spezi/Wein (sobald im Auto wieder Platz dafür ist) erkenntlich zeigen. Deal?

Wo ich mich rumtreibe ist hoffentlich aus diesen Seiten ersichtlich. Zur Zeit ist’s noch Würzburg. Hier sind noch ein paar lose Enden zu verknüpfen. Ende der Woche geht’s dann nach München. Dort warten einige gute Freunde darauf, mich mal wieder zu sehen um zusammen zu spielen. Generell bin ich in der Wahl der Stadt, in der ich mich aufhalte, so flexibel wie mein Auto mobil ist – oder ein sorgfältig ausgewähltes Passagierflugzeug. Nichts wird mich aufhalten auch in Deine Stadt zu kommen.

Nichts! Muhaha! Das wird ein Spaß!

was Schäuble und Zensursula wirklich wollen

was Schäuble und Zensursula wirklich wollen...

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via queo via shopblogger

Telefonseelsorge

“Ok, wie alt ist der Mac Deines Mitbewohners?”
“Kein Ahnung. Ich hab das Modell noch nie gesehen.”
“Ok, ist der weiß oder bunt?”
“Grau.”
“Ok. Grau mit buntem Apple-Logo???”
“ÄÄh, Peter, nimm mal Deine Hefte da weg. Nein, weißes Logo.”
“Aha, also…”
“G4 steht hier!”
“Oook. Ääh, G4, ääh, hat der’n OSX drauf?”
“‘n Ooh Ees Icks?”
“Ja, ‘n Mac OS10, ‘n OS x.”
Peter is da ‘n … O.S.Icks drauf? … Weiß er nicht.”
“Ok, sind die Fenster bunt oder grau?”

“Er sagt grau.”
“Oh, das is…”
Glaubt er.
“Ok, sind die Ecken rund oder eckig?”
“Ääääh, sie sehen rund aus.”
“Ah, er läuft, Du sitzt am Bildschirm?”
“Ja.”
“Sieht es so aus, wie auf Deinem MacBook??”
“Ja.”
“Cool, dann können wir auf Deine Platte mit Firewire zugreifen und vielleicht noch ein paar Daten retten.”
Feuerwehr???

rhetorik

dieser Artikel ist ein alter

Der Grafikagenturen Heimat im Internet ist gleichzeitig Heimat der größten Ambivalenz ihres Geschäfts. Unter einer der Rubriken Philosophie oder about us findet man dort den Versuch abgelegt sowohl bei potentiellen Kollegen als auch der Konkurrenz das Bild eines uberkreativen und geschäftig-coolen Teams zu hinterlassen als auch dem potentiellen Kunden den Eindruck zu vermitteln, die Agentur würde für Geld alles machen. Bessere Versuche diesen Konflikt zu lösen enthalten so wenige Sätze, so dass der interessierte Besucher sich entscheidet sofort dazu über zu gehen die Arbeiten der Agentur durchzuklicken und bei Interesse an einer Zusammenarbeit das Kontaktformular zu bemühen. Kudos gehen in diesem Sinne raus an droga5/Sydney:

First and foremost, we believe ideas must create positive momentum for brands.
We believe that consumers actually love brands.
We believe it’s our responsibility to provide innovation not emulation.

And finally we believe all agency rhetoric blows (ours included).
Quelle

Schlechtere Versuche drehen den Magen meines Medienverständnisses um:

Heutzutage muss jede Werbemaßnahme für sich eine Perle sein. Hinter diesem seichten Bild unserer Philosophie steckt eine tiefe Überzeugung: Die Medien überfrachten uns tagtäglich mit symbolträchtigen, mit Emotionen geladenen News und Bildern.
Quelle

Eigentlich kann der Einzelne heutzutage gut wählen welche News und Bilder er konsumiert. Dank aktueller Kompressionsverfahren, der schier unendlichen Speicherkapazität des Internets und der Demokratisierung der medialen Produktions- und Distributionsmittel ist die Anzahl der Bilder und News, die in den Medien vorhanden sind, tatsächlich gestiegen. Konsumiert werden muss vom Einzelnen allerdings nur das, was er auch anfordert zu konsumieren. Ich wage den Sprung ins kalte, philosophische Wasser und bezeichne es als den Paradigmenwechsel von “push” auf “pull”-Medien. Der Begriff Paradigmenwechsel scheint mir dabei eigentlich nicht zu groß gegriffen, da Regeln, die im alten…

Ach, das is doch alles ein alter Hut! Mit der Geschichte kann man doch höchstens noch Kinder in den Schlaf singen!

//Originalbild von Adam Pieniazek unter cc-by/2.0-Lizenz //

68/08

Es lebe der Tagtraum

Eine schöne Seite am Studium: Der geneigte Designstudent kann seiner Liebe zu provozierenden Arbeiten oder politischen Aussagen freien Lauf lassen. Die Kehrseite an der Zeit nach dem Studium: Der geneigte Designstudent kann nicht wissen, welche Arbeit welche Agentur an- oder abtörnt. Kreativ sind wir ja alle und um die Ecke denken können wir auch alle und Spaß an Provokation haben wir… nun.. nicht alle.

Was macht der Designstudent dann mit Arbeiten, die gut gedacht sind aber zu direkt für das eigene Portfolio? Was macht er mit den Arbeiten, die er cool findet, für die er aber nicht die Zeit gefunden hat, ihnen das Finish zu verpassen, das sie verdient haben?

Kann ich auch nicht beantworten. Deswegen jetzt zu was völlig anderem: Beim Durchstöbern meiner Projektordner nach repräsentativen Textarbeiten bin ich auf dieses fast schon vergessene Projekt aus dem letzten Sommer gestoßen. Begonnen hat die Entwicklung als eine Antwort auf die Arroganz der Alt-68er, die an unserer Hochschule für das Symposium 1968 heute gastierten. Wir waren die ganze Zeit aktiv und produktiv. Da wir aber lieber unsere Kommilitonen motiviert haben ihre politsche Meinung zu äußern anstatt ein Magazin über die Typographie der 1960er Jahre zu machen, habe ich jetzt nichts aus diesem Semester in der Hand, dass ich Interessierten unter die Nase halten kann.

Es gäbe da diesen knapp zwei Quadratmeter großen Beweis, dass die sexuelle Revolution keinen Fortschritt in der Gesellschaft gebracht hat – das Risiko damit jemanden zu verstören anstatt zu begeistern ist allerdings äußerst hoch. Irgendwo am Rand sind noch De-Branding Arbeiten entstanden. Zu verstehen sind sie als ein Aufruf an alle Generationen sich Gedanken über die eigenen und die fremd bestimmten Idole zu machen. Bei denen bin ich mir unsicher an welchem Platz in der gut-schlecht-fertig-unfertig-Dimension sie stehen.

Klirr  Du und ich   1943  Kommune 1  Kuba