Die Zeit zwischen den Tagen verbringe ich in München, dort wo Familie und jede Menge Freunde wohnen. Die Arbeit am Diplom kann derweil natürlich nicht schlafen. Die letzten Tage habe ich viel Zeit damit verbracht, die von mir im Internet recherchierten Daten zur Mediengeschichte in einschlägigen Nachschlagewerken gegen zu checken.
Mit einschlägigen Nachschlagewerken meine ich vor allem die 19. Auflage der Brockhaus Enzyklopädie in 24 Bänden. Mit Ledereinband und Goldbeschichtung. Aus eben jenem stammt das Foto am oberen ende dieses Beitrags. Der erste, der errät, welchen Begriff ich zwischen “interner Zinssatz” und”interne Wellen” gehofft hatte zu finden, bekommt einen Gutchein für das erste druckkopfkino-T-Shirt — sollte es jemals eins geben.
Auch wenn die 19. Auflage auf das Jahr 1989 datiert ist, bin ich doch etwas verwundert, dass der gesucht Begriff gar nicht auftaucht. Abgesehen über Lücken in Enzyklopedien konnte ich in den letzten Tagen folgendes lernen:
(1.) Wikipedia ist akkurater als die weit verbreitete Meinung sich zugeben traut. Von den 80 Daten habe ich nur zwei um jeweils ein Jahr korrigiert. Und beide Fälle waren “in dubio pro Druck”-Entscheidungen
(2.) Gedruckte Enzyklopädien sind unglaublich umständlich. Ohne die Möglichkeit des Hyperlinks wird weiteres Nachschlagen zu einer ewigen Aufgabe des Blätterns und Bücher aus dem Regal Ziehens. Ich sage nur “Telefon siehe ->Fernsprecher.”
(3.) Das Wikipedia-Phänomen gab es schon immer. Auf der Suche nach Druck wird der neugierig Suchende auch die Artikel zu Dromedar und Dreyfussaffäre lesen.


