wer sind wir eigentlich?

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Das druckkopfkino ist ein Ort des Zukunftspositimismus. Heute allerdings, am Geburtstag des Grundrechts auf freie Meinungsäußerung bringen ausgerechnet meine geschätzten Kreativkollegen mich zum Zweifeln. Damit meine ich irgendjemanden bei KemperTrautmann, diejenige Agentur, die sich selbst verantwortlich versteht für die Kreation der Du bist Deutschland-Kampagne. Irgendjemand in der Agentur, sah das Recht der Agentur am Besitz der Marke durch die Website DubistTerrorist.de verletzt. Zumindest ist das nach Angaben von netzpolitik die offizielle Begründung der Abmahnung gegen den Betrieber und Ersteller der Website und des Video, Alexander Lehmann.

Das Urteil über die Qualität der Originalkampagne und der Persiflage überlasse ich jedem meiner geneigten Leser selbst. Soll jeder individuell entscheiden ob er sich in diesem Land behandelt fühlt wie Deutschland höchstpersönlich oder wie ein Terrorist. Auch die gestalterische Aufbereitung überlasse ich der Kritik jedes einzelnen Rezipienten.

Denn genau das, der Austausch positiver und negativer Kritik, ist eine Tugend, die jeder gestalterische Prozess enthält und die jede Gestaltung verbessert. Dieses Feedback sieht nicht immer aus wie ein Medaille, sondern kann viele Formen annehmen. Wann haben Gestalter verlernt, Kritik zu akzeptieren, auszuwerten und daran ihre Arbeit zu verbessern?

Gestalter habe ich als eine Insel im Kampf um Urheberrechtsgesetzgebung gesehen. Gestalter habe ich als Menschen gesehen, die das Aufgreifen eines bereits existierenden Konzepts als Weiterentwicklung einer Idee verstanden haben. Professionelle Gestalter, so dachte ich, haben verstanden, das Kreativität ein Prozess ist, in dem immer wieder bereits existierende Kreativität auftaucht. Irgendjemand bei bei KemperTrautmann hat mich schwer enttäuscht

und den Bekanntheitsgrad eines Kaiserslautener Filmmachers in die Höhe getrieben. Herzlichen Glückwunsch.

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