Der Grafikagenturen Heimat im Internet ist gleichzeitig Heimat der größten Ambivalenz ihres Geschäfts. Unter einer der Rubriken Philosophie oder about us findet man dort den Versuch abgelegt sowohl bei potentiellen Kollegen als auch der Konkurrenz das Bild eines uberkreativen und geschäftig-coolen Teams zu hinterlassen als auch dem potentiellen Kunden den Eindruck zu vermitteln, die Agentur würde für Geld alles machen. Bessere Versuche diesen Konflikt zu lösen enthalten so wenige Sätze, so dass der interessierte Besucher sich entscheidet sofort dazu über zu gehen die Arbeiten der Agentur durchzuklicken und bei Interesse an einer Zusammenarbeit das Kontaktformular zu bemühen. Kudos gehen in diesem Sinne raus an droga5/Sydney:
First and foremost, we believe ideas must create positive momentum for brands.
We believe that consumers actually love brands.
We believe it’s our responsibility to provide innovation not emulation.And finally we believe all agency rhetoric blows (ours included).
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Schlechtere Versuche drehen den Magen meines Medienverständnisses um:
Heutzutage muss jede Werbemaßnahme für sich eine Perle sein. Hinter diesem seichten Bild unserer Philosophie steckt eine tiefe Überzeugung: Die Medien überfrachten uns tagtäglich mit symbolträchtigen, mit Emotionen geladenen News und Bildern.
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Eigentlich kann der Einzelne heutzutage gut wählen welche News und Bilder er konsumiert. Dank aktueller Kompressionsverfahren, der schier unendlichen Speicherkapazität des Internets und der Demokratisierung der medialen Produktions- und Distributionsmittel ist die Anzahl der Bilder und News, die in den Medien vorhanden sind, tatsächlich gestiegen. Konsumiert werden muss vom Einzelnen allerdings nur das, was er auch anfordert zu konsumieren. Ich wage den Sprung ins kalte, philosophische Wasser und bezeichne es als den Paradigmenwechsel von “push” auf “pull”-Medien. Der Begriff Paradigmenwechsel scheint mir dabei eigentlich nicht zu groß gegriffen, da Regeln, die im alten…
Ach, das is doch alles ein alter Hut! Mit der Geschichte kann man doch höchstens noch Kinder in den Schlaf singen!
//Originalbild von Adam Pieniazek unter cc-by/2.0-Lizenz //

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